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Angebotsvielfalt der botanischen Spitzenklasse lockt zum Pflanzenmarkt in den Hessenpark
09.04.2010 - Angebotsvielfalt der botanischen Spitzenklasse lockt zum Pflanzenmarkt in den Hessenpark

Gartenfreunde, Pflanzenliebhaber und Hobbygärtner sollten sich den 1. und 2. Mai im Kalender rot markieren: An diesem Wochenende veranstalten das Freilichtmuseum Hessenpark und der Hessische Gärtnereiverband ihren mittlerweile traditionellen Pflanzenmarkt im Hessenpark bei Neu-Anspach. Und bei der nun schon 8. Veranstaltung seit 2006 können die Besucher aus dem Vollen schöpfen: Mehr als 110 regionale und internationale Pflanzenspezialisten bieten ein vielfältiges Sortiment für Haus, Hof und Garten an und stehen mit ihrem gärtnerischen und botanischen Fachwissen mit Rat und Tat zur Verfügung. Dabei lockt der diesjährige Pflanzenmarkt im Freilichtmuseum Hessenpark erneut mit Rekorden: Noch nie haben so viele Pflanzenaussteller ihr Kommen zugesagt und noch nie war die Pflanzenvielfalt größer als bei der kommenden Veranstaltung am ersten Wochenende im Mai. Kombiniert mit dem historischen Ambiente der Fachwerkhäuser, den exklusiven Gartenaccessoires sowie einem kurzweiliges Rahmenprogramm ist der Pflanzenmarkt im Hessenpark eine der größten Informations- und Verkaufsausstellung für alle Gartenfreunde in der Region.

Ob exklusive Rosen in allen Variationen, wie beispielsweise die Maler- oder Gourmetrosen aus Steinfurth, Beet- und Balkonpflanzen aus heimischen Gärtnereien, südländische Kübelpflanzen, Gehölze, Stauden, Kräuter oder Gräser – die Liste der Pflanzen ist unendlich: Über 20.000 Pflanzenraritäten aus der ganzen Welt werden von den Spezialausstellern angeboten, schätzen die Veranstalter aufgrund der vorliegenden Anmeldungen. Darunter befinden sich nicht nur seltene Gemüsejungpflanzen, wie Paprika, Tomaten oder Gurken, sondern auch winterharte Kiwipflanzen, ökologisches Gemüsesaatgut oder farbenfrohe Stauden in allen Variationen und für die unterschiedlichen Standorte. Kenner und Liebhaber können sich somit auf eine aufregende Entdeckungsreise durch die Pflanzenwelt begeben und dabei den einen oder anderen botanischen Schatz für ihren Garten finden. Neben dem außergewöhnlichen Pflanzensortiment zeigen die Pflanzenprofis an ihren Verkaufsständen die neuesten Gartentrends, geben nützliche Tipps und haben pfiffige Ideen für Haus, Hof und Garten. Eine ausführliche Liste mit allen Ausstellern findet man im Internet unter www.pflanzenmarkt-hessenpark.de.

Dass der Pflanzenkauf für die Besucher nicht zur Last wird, dafür haben sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen: Pfadfinder bringen die Einkäufe mit Karren sicher zu einer Sammelstelle, wo sie vom Besitzer bequem mit dem PKW abgeholt werden können. Somit muss sich keiner mit seinen gekauften Pflanzen abschleppen und jeder kann ungestört stöbern, entdecken und vielleicht auch fachsimpeln.

Ein interessantes Rahmenprogramm aus der Pflanzen- und Gartenwelt, Kräuterführungen über das Gelände des Freilichtmuseums und ein kurzweiliges Kinderprogramm runden den Pflanzenmarkt im Freilichtmuseum Hessenpark ab. So wird die Veranstaltung zu einem Ausflugsziel für die ganze Familie.

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Hessens Gärtner starten in die Sommersaison 2010
09.04.2010 - Hessens Gärtner starten in die Sommersaison 2010

Jetzt starten Hessens Gärtner in die Sommersaison 2010! Am 24. und 25. April halten zahlreiche Betriebe für ihre Kunden im Rahmen eines Tages der offenen Tür ein attraktives Programm bereit: vom qualitativ hochwertigen Pflanzensortiment über Pflegetipps bis hin zu Spielen und Aktionen für Kinder. Ziel der „Tage der offenen Gärtnerei“ ist es, beim Verbraucher nachhaltig für die Produkte und Dienstleistungen der Einzelhandelsgärtner zu werben sowie die hohen Qualitätsstandards der Gartenbaubetriebe hervorzuheben.

Dabei machen Hessens Gärtner an den beiden Aktionstagen „Lust auf den Sommer“ und bieten vor allem auch Familien die Möglichkeit, sich auf die Sommer-Blütensaison 2010 einzustellen. Sowohl die Gewächshäuser als auch die Freiflächen der Gärtnereien verlocken zum Schauen, Staunen und Aussuchen. Denn bereits seit Monaten arbeiten die Gärtner auf Hochtouren, um ihren Kunden zum Saisonstart jetzt eine blühende Pflanzenpracht anbieten zu können. Die Gärtnereien sind bestens auf den großen Ansturm vorbereitet und warten mit Gewinnspielen und allerlei Sehenswertem auf die Besucher. Somit werden die beiden „Tage der offenen Gärtnerei“ zu einem großen Erlebnis für die ganze Familie.

Ob Sonnenseite oder Schattenlage – die Auswahl an Pflanzen für Balkon, Terrasse und Garten ist unendlich. Die hessischen Gartenbaubetriebe geben mit ihrer Wahl zur Beet- und Balkonpflanze des Jahres auch in diesem Jahr wieder eine Empfehlung für die sommerliche Pflanzenfreude. In diesem Jahr trägt der Sunnyboy den Titel. Hinter der Bezeichnung Sunnyboy verbirgt sich eine Goldstrohblume mit der botanischen Bezeichnung Bracteantha bracteata „Totally Yellow“, die mit ihren goldgelben großen Blüten sowie ihrem kompakten Wuchs besticht. Das macht die Pflanze zu einem echten Hingucker – und das von Anfang April bis zu den ersten Frösten im Oktober. Außer regelmäßiges Gießen benötigt die Pflanze kaum Pflege und fühlt sich an sonnigen bis halbschattigen Plätzen besonders wohl.

Mit ihrem intensiven Goldgelb lässt sich der Sunnyboy wunderbar kombinieren; beispielsweise in Balkonkästen, Ampeln oder Kübel. Grundsätzlich gilt: Gepflanzt wird, was gefällt. Der Trend geht in diesem Jahr eindeutig zu Kästen mit bunter Bepflanzung. Aber auch als einzelne Pflanze macht Sunnyboy auf jedem Balkon und jeder Terrasse eine traumhafte Figur.

Die Gärtnereien, die sich am „Tag der offenen Gärtnerei“ beteiligen, sind an entsprechenden Spannbändern und Plakaten erkennbar. Veranstaltet werden die bundesweiten „Tage der offenen Gärtnerei“ vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE) im Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Gärtnereiverband.

08.01.2010 - Hessischer Gartenbautag 2010: Wir Gärtner - Gut für Hessen!

Welche Folgen zieht die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise noch nach sich und welchen Weg müssen die überwiegend familiengeführten Betriebe einschlagen, um sich auch künftig behaupten zu können? Das sind zwei der zentralen Fragen, die die hessischen Gärtnerinnen und Gärtner derzeit bewegen: Auf dem Hessischen Gartenbautag 2010 am 19. Januar in der Stadthalle werden sich die Gartenbauunternehmer mit Politikern, Wirtschaftsvertretern und Branchenexperten treffen, um über aktuelle Themen zu diskutieren und einen intensiven Erfahrungsaustausch zu pflegen.

„Im Vergleich zu anderen Branchen sind wir Gärtner von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise im abgelaufenen Jahr nicht ganz so hart getroffen worden“, beschreibt der Präsident des Hessischen Gärtnereiverbandes (HGV), Jürgen Mertz, die aktuelle Situation im hessischen Gartenbau. „Die Menschen haben sich in der Krise auf Wesentliches besonnen. Dazu zählen ein schönes Zuhause, traditionelle Werte wie Familienzusammenhalt und nicht zuletzt auf eine gesunde Lebensweise. Und genau dafür steht der Gartenbau mit seinen Produkten und Leistungen“, so Mertz. Dennoch seien für die Betriebe nachgelagerte Folgen der Krise deutlich zu spüren, zu denen schwierigere Kreditvergaben durch Banken oder nicht gerechtfertigt hohe Zinsen zählten.

Trotz der bestehenden Unsicherheit, mit welchen Nachwirkungen der Wirtschaftskrise die Gartenbau-Unternehmer zu rechnen haben, herrscht in der Branche Vorfreude auf die bevorstehende Landesgartenschau, die vom 24. April bis zum 3. Oktober in Bad Nauheim stattfindet. „Die Landesgartenschau ist für den hessischen Gartenbau eine einzigartige Möglichkeit, um sich mit beeindruckenden Ausstellungsbeiträgen und Fachveranstaltungen einem breiten Publikum zu präsentieren“, sagt Jürgen Mertz. Als besondere Highlights gelten der Bereich der Friedhofsgärtner mit ihren vielfältigen Schaugrabanlagen, die zahlreichen Blumenschauen sowie die üppig blühenden Wechselflorbeete.

Unter dem Motto „Wir Gärtner – Gut für Hessen“ wollen die hessischen Gärtnerinnen und Gärtner vor allem berufsständische Geschlossenheit demonstrieren. Zum Höhepunkt der Veranstaltung zählt die Rede des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch am frühen Nachmittag. Darüber hinaus haben sich der Vorstandsvorsitzende der Gartenbau-Versicherung, Michael J. Baumeister, der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Horst-Dieter Riepe sowie der Kabarettist Christoph Brüske als Referenten angekündigt. Gepaart mit der Überreichung der goldenen Meisterbriefe sowie der Ehrung der erfolgreichen hessischen Bundesgartenschau-Teilnehmer durch Umwelt-Staatssekretär Mark Weinmeister ist der Hessische Gartenbautag 2010 erneut die zentrale Veranstaltung der grünen Branche in Hessen.

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Hessens erster Memoriam-Garten auf dem Südfriedhof in Wiesbaden eingeweiht
04.11.2009 - Hessens erster Memoriam-Garten auf dem Südfriedhof in Wiesbaden eingeweiht

(HGV). Farbenfrohe Herbstblüher, sattgrüne Bodendecker und Gehölze eingerahmt von zahllosen Bäumen, Hecken und Sträuchern. Wäre man nicht auf einem Friedhof, würde der Betrachter dieses 400m² großen Feldes eher an einen kleinen Garten denken als an ein Gräberfeld. Die Rede ist vom so genannten Memoriam-Garten auf dem Südfriedhof in Wiesbaden, der in Zusammenarbeit der Landeshauptstadt Wiesbaden, der Arbeitsgemeinschaft Wiesbadener Friedhofsgärtner, der Steinmetzbetriebe und der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH entstanden ist. Es handelt sich dabei um ein harmonisch gestaltetes, gärtnerbetreutes Grabfeld mit Einzel-, Partner-, Urnen- und Baumgrabstätten, die ausschließlich über ein Komplettangebot inklusive der Kosten für Grabmal und dauerhafte Grabpflege erworben werden können. Am Freitag, den 30. Oktober wurde Hessens bislang einziger Memoriam-Garten im Abteil C von Wiesbadens Stadträtin Rita Thies und Vertretern des gärtnerischen Berufsstandes eingeweiht und eröffnet.
Hinter der Idee des Memoriam-Gartens steht vor allem der Wunsch vieler Menschen nach einem individuell gestalteten Grab als Ort für ihre Trauerverarbeitung – auch wenn Sie die aufwändige und langfristige Grabpflege nicht übernehmen können oder wollen. Mit dem neuen Gräberfeld auf dem Südfriedhof bieten Verwaltung und Friedhofsgärtner künftig den Hinterbliebenen ein Rundum-Sorglos-Paket für unterschiedliche Bestattungsarten an, in dem nicht nur die Grabpflege inklusive einer jährlich dreimal wechselnden Beetbepflanzung für die komplette Nutzungszeit von 20 Jahren bei einem Urnengrab und 30 Jahren bei einem Erdgrab enthalten ist, sondern auch die Pflege des gesamten Memoriam-Gartens. Darüber hinaus beinhaltet das Komplettangebot die Kosten für das Grabmal sowie für das Abräumen der Grabstätte nach Ablauf der Nutzungszeit. Damit die beinhalteten Leistungen garantiert werden können, schließt der Nutzungsberechtigte unter Mitwirkung der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen einen Treuhandvertrag über das Komplettangebot mit der Arbeitsgemeinschaft Wiesbadener Friedhofsgärtner e.V. ab. Die Arbeitsgemeinschaft ist für die Erfüllung der Leistungen verantwortlich. Das wird regelmäßig von der Treuhandstelle für Dauergrabpflege kontrolliert.
„Mit dem Memoriam-Garten wollen wir diejenigen Menschen ansprechen, die sich nicht um die Grabpflege kümmern können oder wollen, gleichzeitig aber keine Anonymität oder Monotonie wünschen, die typisch für viele alternative Bestattungsarten sind“, betonte Stefan Berger von der Arbeitsgemeinschaft Wiesbadener Friedhofsgärtner. Mit dem Mix aus Einheit, Vielfalt und Individualität käme man dem Wunsch vieler Menschen nach modernen Bestattungsformen nach und erhalte den individuellen Charakter einer traditionellen Grabstätte. „Im Gegensatz zu manch anderen preisgünstigen Bestattungsarten haben die Hinterbliebenen hier die Möglichkeit, Blumensträuße oder Gestecke abzulegen. Bei namenlosen Beisetzungen oder Beisetzungen im Wald beispielsweise ist das nicht möglich“, so der Vertreter des Berufsstandes.
Die Idee des Memoriam-Gartens wurde erstmals auf der diesjährigen Bundesgartenschau in Schwerin gemeinsam von Friedhofsgärtnern und Steinmetzen umgesetzt und mit dem Deutschen Innovationspreis Gartenbau 2009 ausgezeichnet. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH unter der kostenlosen Servicenummer 0800/15 16 17 0 oder im Internet unter www.grabpflege-mit-sicherheit.de.

28.09.2009 - Hessische Friedhofsgärtner und Bestatterverband beschließen Zusammenarbeit

(HGV) Die Fachgruppe Friedhofsgärtner im Hessischen Gärtnereiverband e.V. mit Sitz in Frankfurt und der Bestatterverband Hessen e.V. mit Sitz in Kassel haben beschlossen, künftig stärker zusammenzuarbeiten und sich damit gemeinsam für den Erhalt der traditionellen Bestattungsformen auf Friedhöfen einzusetzen. Die Ziele und Themen für die künftige, vertrauensvolle und Zukunft sichernde Zusammenarbeit der Verbände und deren Mitgliedsbetrieben wurden in einem Kooperationsvertrag festgelegt, der nun von beiden Seiten unterzeichnet wurde. Hintergrund für die künftige Zusammenarbeit ist die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz für Bestattungsformen, die vom Friedhof und dem einzelnen Grab unabhängig sind und der damit verbundenen Wandel in der traditionellen Friedhofskultur. Sowohl die Friedhofsgärtner als auch die Bestatter sehen darin eine Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz.

„Die landesweite Kooperationsvereinbarung soll Beispiel sein und die Grundlage bilden für eine gemeinsame und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Bestattern und Friedhofsgärtnern in den Städten und Gemeinden“, sagt Karl Wolf, Vorsitzender der Fachgruppe Friedhofsgärtner im Hessischen Gärtnereiverband. Zur Zielsetzung der künftigen Zusammenarbeit zählen die Verständigung über Inhalt und Form der Vorsorge, die Intensivierung der Beratung über Vorsorgeverträge, die gemeinsame Beratung zum Erhalt der traditionellen Bestattungs- und Beisetzungsformen sowie deren Förderung und der Aufbau eines gemeinsamen Netzwerks mit allen beteiligten Gewerken des Friedhofswesens.

Die Gewerke des Friedhofswesens reagierten bislang mit unterschiedlichen Maßnahmen auf die Veränderungen in der Friedhofs- und Bestattungskultur und boten Leistungen an, die der jeweils anderen Branche – meist aufgrund unterschiedlicher Interessen – vorbehalten waren. Allerdings führten die unterschiedlichen Angebote in der Vergangenheit oft dazu, dass sich Menschen, die sich aufgrund eines Sterbefalles mit der Thematik befassen mussten, unsicher in ihren Entscheidungen waren. Darüber hinaus haben viele Menschen schon heute das Bedürfnis, Angelegenheiten über den eigenen Tod hinaus zu regeln. Aktuell trifft aber nur ein geringer Teil der Bevölkerung ausreichende Regelungen für die persönliche Vorsorge. Mit der abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung werden Voraussetzungen dafür geschaffen, dass diese Menschen in Zukunft die Möglichkeit haben, die komplette Vorsorge für einen Sterbefall bei dem Gewerk ihres Vertrauens abschließen zu können und gleichzeitig die Sicherheit erhalten, damit die richtige Wahl getroffen zu haben.

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Friedhofsgärtner bepflanzen Memoriam-Garten auf dem Südfriedhof in Wiesbaden
24.08.2009 - Friedhofsgärtner bepflanzen Memoriam-Garten auf dem Südfriedhof in Wiesbaden

Wo vor einigen Tagen noch kahle Beete kaum optische Reize versprühten, haben nun bunte Sommerpflanzen sowie sattgrüne Bodendecker und Gehölze Einzug gehalten und lassen den Besucher des Südfriedhofs das erkennen, worüber bisher nur eine Informationstafel Auskunft gab: Im Abteil C3 entsteht eingerahmt von zahllosen Bäumen, Hecken und Sträuchern ein so genannter Memoriam-Garten, welcher aus verschiedenen Grabstätten wie Partnergräber, Einzelgräber, Urnen- oder Baumgräber besteht, die auf gärtnerisch ansprechende Art gestaltet werden. Die gesamte Anlage wird dauerhaft von der Arbeitsgemeinschaft der Wiesbadener Friedhofsgärtnern gepflegt. Bei dem rund 400 m² großen Sonderfeld handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Landeshauptstadt Wiesbaden, der Arbeitsgemeinschaft Wiesbadener Friedhofsgärtner und der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen. In diesen Tagen haben die Wiesbadener Friedhofsgärtner die einzelnen Grabfelder bepflanzt und somit die Idee, die hinter dem Memoriam-Garten steckt, unterstrichen.

Mit dem Mix aus Einheit, Vielfalt und Individualität wollen die Beteiligten auf dem Südfriedhof eine attraktive Alternative anbieten und gleichzeitig eine besondere Kundschaft ansprechen. „Wir wollen mit dem Memoriam-Garten denjenigen Menschen die perfekte Lösung anbieten, die sich nicht um die Grabpflege kümmern wollen oder können, gleichzeitig aber für ihre Gräber nicht die Anonymität und gestalterische Monotonie wünschen, die charakteristisch für andere Grabfelder wie zum Beispiel Rasengräber oder Urnenwände sind“, sagt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Wiesbadener Friedhofsgärtner, Stefan Berger. Hier habe man einen festen Anlaufpunkt und einen würdevollen Ort der Trauer.

Steinmetzbetriebe errichten in Kürze die Grabmäler auf den einzelnen Feldern und verleihen der Anlage damit ein weiteres charakteristisches Merkmal. Grabmal und Bepflanzung bilden dann eine harmonische Einheit und sind ein individueller Ort der Besinnung und Erinnerung an die Verstorbenen. Die Fertigstellung des Memoriam-Garten auf dem Südfriedhof ist für Mitte September 2009 geplant.

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der Landeshauptstadt Wiesbaden, Amt für Grünflächen, Landwirtschaft und Forsten, Friedhofsverwaltung, Tel.: 0611-310 oder der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH, Frankfurt, Telefon 069-9047870

HGV-Präsident Jürgen Mertz im Gespräch mit der Bundeskanzlerin
19.07.2009 - HGV-Präsident Jürgen Mertz im Gespräch mit der Bundeskanzlerin

Großer Tag für HGV-Präsident Jürgen Mertz: In seiner Funktion als Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) moderierte er am 15. Juli auf der Bundesgartenschau in Schwerin eine Podiumsdiskussion mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Dabei stellte sich die Kanzlerin rund 30 Minuten den Fragen der Gartenbau-Unternehmer zu aktuellen Themen, wie etwa der Qualitätssicherung in der Aus- und Fortbildung, die Frage nach dem Bundesprogramm Energieeffizienz, auf das die Gärtner seit Jahren warten, oder auch die Diskussion um ermäßigte Mehrwertsteuersätze und übermäßige Belastungen durch bürokratische Auflagen.

Auf die Frage nach dem Bundesprogramm antwortete Merkel: Das wollen wir tun“ und verwies zudem auf Entlastungen beim Agrardiesel. Ganz klar konstatierte sie zum Thema ermäßigter Mehrwertsteuersatz, der für viele Produkte des Gartenbaus gelte: „Der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent bleibt.“

An den gesamten Berufsstand gerichtet appellierte sie an die Verantwortlichen, dass die Gärtnerinnen und Gärtner zusammenstehen sollten, und weiter: „Je zersplitterter eine Verbändelandschaft ist, desto schwieriger ist es, etwas dafür zu tun. Damit wir sie unterstützen können, müssen sie national und international zusammenhalten.“

Jürgen Mertz zeigte sich über die Aussagen von Bundeskanzlerin Merkel zufrieden: „Die Kanzlerin hat zu unseren Themen klar Stellung bezogen und keinerlei Fragen unbeantwortet gelassen.“

Im Vorfeld der Podiumsdiskussion besuchte die Bundeskanzlerin das Gelände der Bundesgartenschau in Schwerin und ließ sich dabei die Ergebnisse jahrelanger gärtnerischer Arbeit von den Verantwortlichen des Zentralverbandes Gartenbau erläutern. In ihrer Stellungnahme zeigte sich Angela Merkel tief beeindruckt: „Das ist ein tolles Gelände, das sich sehen lassen kann.“

Junge Friedhofsgärtner beweisen ihr Können
03.07.2009 - Junge Friedhofsgärtner beweisen ihr Können

Dass sie ihr Handwerk beherrschen, müssen 16 hessische Auszubildende der Fachsparte Friedhofsgärtner auf dem Friedhof Hohe Leuchte in Marburg beweisen. Dort findet am Dienstag, dem 7. Juli der praktische Teil ihrer Abschlussprüfung statt. Aufgabe für die Prüflinge ist es, ein einstelliges Wahlgrab nach den Richtlinien des Bundes deutscher Friedhofsgärtner zu gestalten und zu bepflanzen.

Was sich im ersten Moment nach einer leichten Aufgabe anhört, ist in Wirklichkeit komplex: Die angehenden Friedhofsgärtner müssen die Gestaltung der Grabstätte unter realistischen Bedingungen genau planen und kalkulieren. Neben der Gliederung der Fläche müssen sie vor allem auf die Größe, Form und Farbwirkung des Grabmals achten. Letztlich muss die Bepflanzung von den jungen Gärtnern sauber ausgeführt werden, so dass am Ende eine fachgerechte Grabstätte entsteht, die den örtlichen Traditionen und kulturellen Hintergründen entspricht.

Die Werke der Prüflinge können nach der Prüfung besichtigt werden. Die angelegten Grabstätten bleiben bis auf weiteres als Schaugräber im Eingangsbereich erhalten. Damit sorgen die Prüfungsabsolventen nicht nur für einen krönenden Abschluss ihrer Ausbildung sondern zeigen auch ganz nebenbei das Leistungsspektrum des gesamten Berufsstandes. Der praktische Teil der friedhofsgärtnerischen Abschlussprüfung wird alljährlich vom Hessischen Gärtnereiverband mit Unterstützung der jeweiligen Kommune auf einem hessischen Friedhof durchgeführt. In diesem Jahr beteiligen sich der Fachdienst Stadtgrün der Universitätsstadt Marburg und die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen.

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Pflanzenmarkt lockt mit Aussteller-Rekord/Hessenpark wird wieder zum Paradies für Gartenfreunde
07.04.2009 - Pflanzenmarkt lockt mit Aussteller-Rekord/Hessenpark wird wieder zum Paradies für Gartenfreunde

Gartenfreunde und Pflanzenliebhaber können es kaum noch abwarten. In wenigen Tagen heißt es endlich wieder: Raus ins Grüne, die Gartensaison beginnt! Damit es überall richtig grünt und blüht und der Start ins Gartenjahr gelingt, veranstalten das Freilichtmuseum Hessenpark und der Hessische Gärtnereiverband vom 1. bis 3. Mai ihren fast schon traditionellen Pflanzenmarkt im Hessenpark bei Neu-Anspach. Bereits zum sechsten Mal lässt das überwältigende Angebot der internationalen Verkaufsstände die Herzen der Besucher höher schlagen. Und die diesjährige Veranstaltung lockt zudem mit einem Aussteller-Rekord: Über 110 internationale Pflanzenspezialisten haben ihre Teilnahme zugesagt und stellen ihr gärtnerisches und botanisches Fachwissen unter Beweis. Nicht zuletzt das historische Ambiente der Fachwerkhäuser, die leuchtenden Farben der Blüten, Blumen und Pflanzen, die exklusiven Gartenaccessoires sowie ein vielfältiges Rahmenprogramm machen den Pflanzenmarkt im Hessenpark zu einer einzigartigen Informations- und Verkaufsausstellung für alle Gartenfreunde.

Ob exklusive Rosen in allen Variationen, wie beispielsweise die Maler- oder Gourmetrosen aus Steinfurth, Beet- und Balkonpflanzen aus heimischen Gärtnereien, südländische Kübelpflanzen, Gehölze, Stauden, Kräuter oder Gräser – die Liste der Pflanzen ist unendlich: Über 20.000 Pflanzenraritäten aus der ganzen Welt werden von den Spezialausstellern angeboten, schätzen die Veranstalter aufgrund den vorliegenden Anmeldungen. Darunter befinden sich nicht nur seltene Gemüsejungpflanzen, wie Paprika, Tomaten oder Gurken in über 100 Sorten, sondern auch winterharte Kiwipflanzen, ökologisches Gemüsesaatgut oder historische Apfelsorten, die es in dieser Form in Hessen noch nicht zu sehen gab. Kenner und Liebhaber können sich somit auf eine aufregende Entdeckungsreise durch die Pflanzenwelt begeben und dabei den einen oder anderen botanischen Schatz für ihren Garten finden. Neben dem überwältigenden Pflanzensortiment zeigen die Pflanzenprofis an ihren Verkaufsständen die neuesten Gartentrends, geben nützliche Tipps und haben pfiffige Ideen für Haus, Hof und Garten.

Dass der Pflanzenkauf für die Besucher nicht zur Last wird, dafür haben sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen: Pfadfinder bringen die Einkäufe mit Karren sicher zu einer Sammelstelle, wo sie vom Besitzer bequem mit dem PKW abgeholt werden können. Somit muss sich keiner mit seinen gekauften Pflanzen abschleppen und jeder kann ungestört stöbern, entdecken und vielleicht auch fachsimpeln.

Ein interessantes Rahmenprogramm aus der Pflanzen- und Gartenwelt, Kräuterführungen über das Gelände des Freilichtmuseums und ein kurzweiliges Kinderprogramm runden den Pflanzenmarkt im Freilichtmuseum Hessenpark ab. So wird die Veranstaltung zu einem Ausflugsziel für die ganze Familie.

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Schneeprinzessin ist der neue Star auf Balkon und Terrasse
07.04.2009 - Schneeprinzessin ist der neue Star auf Balkon und Terrasse

Bis zum Start der Sommersaison Ende April sind es zwar noch einige Tage, dennoch machen die Gärtner mit ihrer Wahl der Beet- und Balkonpflanze des Jahres schon jetzt Lust auf farbenfrohe Beete, Balkone und Terrassen. Eine Steinkraut-Züchtung mit dem klangvollen Namen Schneeprinzessin wurde in diesem Jahr von Zierpflanzenexperten aus Hessen und Baden-Württemberg zur Beet- und Balkonpflanze des Jahres gekürt und rückt damit in den Mittelpunkt des riesigen Sommerpflanzensortimentes.

Hinter der Bezeichnung Schneeprinzessin verbirgt sich ein Duftsteinrich oder Alyssum mit der botanischen Bezeichnung Lobularia Snow Princess, die mit ihren unzähligen schneeweißen, duftenden Blütentrauben sowie ihrem üppigen Wuchs besticht. Das macht die Pflanze zu einem echten Hingucker – und das von Anfang April bis zu den ersten Frösten im Oktober. Außer regelmäßiges Gießen benötigt die Pflanze kaum Pflege und fühlt sich an sonnigen bis halbschattigen Plätzen besonders wohl.

Mit ihrem intensiven Weiß lässt sich die Schneeprinzessin wunderbar kombinieren; beispielsweise in Balkonkästen, Ampeln oder Kübel. Grundsätzlich gilt: Gepflanzt wird, was gefällt. Der Trend geht in diesem Jahr eindeutig zu Kästen mit bunter Bepflanzung. Aber auch als einzelne Pflanze macht die Schneeprinzessin auf jedem Balkon und jeder Terrasse eine traumhafte Figur.

Bei aller Vorfreude auf die bevorstehende Saison sollten Gartenfreunde und Hobbygärtner jedoch einen Termin auf jeden Fall abwarten: Nach den „Eisheiligen“ ab Mitte Mai ist die Gefahr der Nachtfröste vorbei und die frostempfindlichen Balkonpflanzen können endlich ihr Sommerquartier beziehen. Ab diesem Zeitpunkt garantiert auch die Schneeprinzessin getreu ihres Namens einen märchenhaften Blütenspaß.


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Hessens Gärtner starten in die Sommersaison 2008
21.04.2008 - Hessens Gärtner starten in die Sommersaison 2008

(HGV). Jetzt starten Hessens Gärtner in die Sommersaison 2008! Am 26. und 27. April halten zahlreiche Betriebe für ihre Kunden im Rahmen eines Tages der offenen Tür ein attraktives Programm bereit: vom qualitativ hochwertigen Pflanzensortiment über Pflegetipps bis hin zu Spielen und Aktionen für Kinder. Ziel der „Tage der offenen Gärtnerei“ ist es, beim Verbraucher nachhaltig für die Produkte und Dienstleistungen der Einzelhandelsgärtner zu werben sowie die hohen Qualitätsstandards der Gartenbaubetriebe hervorzuheben.

Dabei machen Hessens Gärtner an den beiden Aktionstagen „Lust auf den Sommer“ und bieten vor allem auch Familien die Möglichkeit, sich auf die Sommer-Blütensaison 2008 einzustellen. Sowohl die Gewächshäuser als auch die Freiflächen der Gärtnereien verlocken zum Schauen, Staunen und Aussuchen. Denn bereits seit Monaten arbeiten die Gärtner auf Hochtouren, um ihren Kunden zum Saisonstart jetzt eine blühende Pflanzenpracht anbieten zu können. Die Gärtnereien sind bestens auf den großen Ansturm vorbereitet und warten mit Gewinnspielen und allerlei Sehenswertem auf die Besucher. Somit werden die beiden „Tage der offenen Gärtnerei“ zu einem großen Erlebnis für die ganze Familie.

Ob Sonnenseite oder Schattenlage – die Auswahl an Pflanzen für Balkon, Terrasse und Garten ist unendlich. Die hessischen Gartenbaubetriebe geben mit ihrer Wahl zur Beet- und Balkonpflanze des Jahres auch in diesem Jahr wieder eine Empfehlung für die sommerliche Pflanzenfreude. Hinter der Bezeichnung „Susi Sorglos“ verbirgt sich eine Petunie mit der botanischen Bezeichnung Calibrachoa Callie Deep Yellow, die mit unzähligen, kleinen glockenförmigen Blüten besticht. Das wirklich Besondere ist das für Calibrachoa einzigartige, kräftig leuchtende Gelb, welches die Pflanze zu einem echten Hingucker macht – und das von April bis Oktober. Außerdem bleiben die Blüten auch bei trübem Wetter geöffnet, so dass Susi Sorglos zu einem echten Dauerblüher wird.


Ihren Namen verdankt die Pflanze übrigens ihren Eigenschaften: Außer regelmäßiges Gießen benötigt die Pflanze kaum Pflege und fühlt sich an sonnigen bis halbschattigen Plätzen besonders wohl. Ein ständiges Abzupfen von verblühten Blüten ist nicht notwendig. Diese werden zwar braun, fallen jedoch in sich zusammen und sind in der üppigen Blütenpracht kaum noch zu erkennen. Und im Gegensatz zu den Hängepetunien ist Susi Sorglos wesentlich wind- und regenstabiler.

Die Gärtnereien, die sich am „Tag der offenen Gärtnerei“ beteiligen, sind an entsprechenden Spannbändern und Plakaten erkennbar. Veranstaltet werden die bundesweiten „Tage der offenen Gärtnerei“ vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE) im Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Gärtnereiverband.

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Susi Sorglos zeigt das wohl intensivste Gelb auf dem Balkon
21.04.2008 - Susi Sorglos zeigt das wohl intensivste Gelb auf dem Balkon

(HGV). Hessens Gärtner machen mit ihrer Wahl der Beet- und Balkonpflanze des Jahres Lust auf farbenfrohe Beete, Balkone und Terrassen: Das Zauberglöckchen „Susi Sorglos“ wurde in diesem Jahr von den Zierpflanzenexperten des Verbandes Badischer Gartenbaubetriebe und des Hessischen Gärtnereiverbandes zur Beet- und Balkonpflanze des Jahres gekürt und rückt damit in den Mittelpunkt des riesigen Sommerpflanzensortimentes.

Hinter der Bezeichnung „Susi Sorglos“ verbirgt sich eine Petunie mit der botanischen Bezeichnung Calibrachoa Callie Deep Yellow, die mit unzähligen, kleinen glockenförmigen Blüten besticht. Das wirklich Besondere ist das für Calibrachoa einzigartige, kräftig leuchtende Gelb, welches die Pflanze zu einem echten Hingucker macht – und das von April bis Oktober. Außerdem bleiben die Blüten auch bei trübem Wetter geöffnet, so dass Susi Sorglos zu einem echten Dauerblüher wird. Ihren Namen verdankt die Pflanze übrigens ihren Eigenschaften: Außer regelmäßiges Gießen benötigt die Pflanze kaum Pflege und fühlt sich an sonnigen bis halbschattigen Plätzen besonders wohl. Ein ständiges Abzupfen von verblühten Blüten ist nicht notwendig. Diese werden zwar braun, fallen jedoch in sich zusammen und sind in der üppigen Blütenpracht kaum noch zu erkennen. Und im Gegensatz zu den Hängepetunien ist Susi Sorglos wesentlich wind- und regenstabiler.

Mit ihrem leuchtenden Gelb lässt sich Susi Sorglos wunderbar kombinieren; beispielsweise in Balkonkästen, Ampeln oder Kübel. Grundsätzlich gilt: Gepflanzt wird, was gefällt. Der Trend geht in diesem Jahr eindeutig zu bunt bepflanzen Kästen. Aber auch als einzelne Pflanze macht Susi Sorglos auf Balkon und Terrasse eine gute Figur.

Bei aller Vorfreude auf die bevorstehende Saison sollten Gartenfreunde und Hobbygärtner jedoch einen Termin auf jeden Fall abwarten: Nach den „Eisheiligen“ ab Mitte Mai ist die Gefahr der Nachtfröste vorbei und die frostempfindlichen Balkonpflanzen können endlich ihr Sommerquartier beziehen. Ab diesem Zeitpunkt garantiert auch Susi Sorglos getreu ihres Namens sorgenfreien Blütenspaß.

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19.02.2008 - Einladung zum Hessischen Gartenbautag 2008

Wie können sich die hessischen Gartenbaubetriebe den Herausforderungen des bevorstehenden Klimawandels stellen und wie müssen sich die überwiegend familiengeführten gärtnerischen Betriebe in Zukunft ausrichten, um sich im hart umkämpften Wettbewerb behaupten zu können? Das sind nur zwei der Fragen, welche der Hessische Gärtnereiverband in den Mittelpunkt des Hessischen Gartenbautages stellt, der am 19. Februar 2008 unter dem Motto „Volle Kraft voraus – Mit neuer Energie in die Zukunft“ in der Stadthalle in Friedberg stattfindet. Neben dem TV-Redakteur und Buchautor Dr. Franz Alt, der mit seinem Vortrag Visionen für flexible Arbeitsstrukturen und effizientes Wirtschaften im 21. Jahrhundert vorstellt, haben sich der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke sowie der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Horst-Dieter Riepe als Referenten angekündigt. Gepaart mit der Auszeichnung der erfolgreichen hessischen Teilnehmer bei der Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg sowie der Ehrung der Gartenbaumeister, die vor fünfzig Jahren ihre Meisterprüfung abgelegt haben, ist der hessische Gartenbautag 2008 die zentrale Veranstaltung der grünen Branche in Hessen.

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05.09.2007 - Inseln im Strudel der Zeit - „Tag des Friedhofs“ zeigt das ganze Spektrum der deutschen Trauerkultur

Am 15./16. September 2007 bietet der seit 2001 jeweils am dritten Septemberwochenende veranstaltete „Tag des Friedhofs“ den Menschen bundesweit wieder die Gelegenheit, Friedhöfe als Refugien der Besinnung in dem unermüdlich fließenden Strom des modernen Alltags näher kennen zu lernen. Zahlreiche Aktionen in mehr als 60 Städten und Gemeinden – darunter die hessischen Städte Bad Vilbel, Darmstadt, Dieburg, Frankfurt, Neu-Isenburg, Viernheim sowie das thüringische Weimar – veranschaulichen bundesweit die ganze Bandbreite der aktuellen deutschen Friedhofskultur. Ein besonderes Gewicht liegt auch in diesem Jahr wieder auf der Bedeutung und den diversen Möglichkeiten von Grabgestaltung und Grabpflege in der Trauerkultur.

Der Tag des Friedhofs geht auf eine Initiative des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) zurück, der über 4.500 Friedhofsgärtnereien vertritt. Heute informieren Friedhofsgärtner gemeinsam mit Kommunen und deren Friedhofsverwaltungen, konfessionellen Friedhofsträgern, Bestattern, Steinmetzen, Floristen, der Kriegsgräberfürsorge sowie diversen Initiativen und Vereinen vor Ort anschaulich in Veranstaltungen und Aktionen über Geschichte und Symbolik auf dem Friedhof, über gärtnerische Grabgestaltung und alle Aspekte deutscher Trauerkultur. Sie zeigen damit, wie lebendig, vielseitig und generationenübergreifend die Friedhofskultur in unserem Land ist. Den Besuchern werden unter anderem Führungen, Vorträge, Ausstellungen, Musik sowie spezielle Events für Kinder und Jugendliche geboten. Ob es nun der größte Blumenkranz der Stadt ist, die gemeinsame Pflanzaktion von Narzissen, der gemeinsame Gottesdienst für alle Konfessionen oder ein Malwettbewerb für Kinder rund um die Trauer – alle Veranstalter lassen sich auch in diesem Jahr wieder etwas Besonderes und Neues einfallen.

„In unserer hektischen Zeit werden elementare Bestandteile der menschlichen Existenz wie der Umgang mit der Trauer und die Beschäftigung mit dem Tod sowie der Verlust eines Menschenlebens immer mehr an den Rand gedrängt. Der Tag des Friedhofs will dieser Entwicklung entgegenwirken und auf vielfältige Weise Zeichen setzen“, erklärt Karl Wolf, Vorsitzender der hessischen Friedhofsgärtner.

Der Erfolg der letzten Jahre zeigt, dass derart grundlegende Fragen immer noch viele Menschen beschäftigen. In einigen Großstädten zogen die Aktionen in den letzten Jahren mehr als 25.000 Besucher an.

Wo, wann und wie der „Tag des Friedhofs“ bundesweit begangen wird, kann man ab sofort im Internet unter www.tag-des-friedhofs.de erfahren.

Weitere Informationen erhalten Sie auch bei den regionalen Dauergrabpflege-Einrichtungen unter der kostenlosen Service-Telefonnummer 0800/15 16 17 0 und im Internet unter www.grabpflege-mit-sicherheit.de

24.01.2007 - Hoher Bürokratieaufwand bremst hessische Gärtner

Der Hessische Gärtnereiverband e.V. fordert die Entrümpelung zahlreicher Verordnungen und Gesetze in Deutschland, die zu einem überflüssigen und übertriebenen Bürokratieaufwand bei den überwiegend familiengeführten Gartenbaubetrieben führen. Zum Hessischen Gartenbautag in Friedberg betont der Präsident des Hessischen Gärtnereiverbandes, Jürgen Mertz, dass vor allem kleinere Unternehmen von der wachsenden Bürokratie überproportional betroffen seien. „Heute sitzt ein Gärtner fast ebenso lang am Schreibtisch, wie er in seinem Gewächshaus steht. Für Gartenbaubetriebe ist das auf Dauer nicht tragbar“, so Mertz. Die Regulierungswut der Behörden sei kontraproduktiv und habe negative Folgen für die Entwicklung der Betriebe. „Formulare und Anträge bremsen wichtige Investitionen oder gute Ideen im Gartenbau oftmals aus.“ Jürgen Mertz fordert daher die Politik auf, die Regulierungswut zu stoppen und die Bürokratie nachhaltig abzubauen.

Vor allem beim Bau von Gewächshäusern sieht der Hessische Gärtnereiverband dringenden Handlungsbedarf. Nach aktuellem Baurecht beispielsweise dürfen in Hessen derzeit Gewächshäuser bis zu einer Firsthöhe von vier Metern genehmigungsfrei gebaut werden. Aufgrund der besseren klimatischen Bedingungen haben sich für die Pflanzenproduktion in der Praxis allerdings Gewächshäuser mit einer Höhe von fünf Metern bewährt, für deren Bau in Hessen eine Genehmigung zu beantragen ist. Zudem gelten Gewächshäuser ab 1.600 Quadratmetern Fläche als Sonderbauten, was nicht nur besonderen Anforderungen im Baugenehmigungsverfahren – dazu zählt beispielsweise ein Brandschutzkonzept – nach sich zieht, sondern sie unterliegen auch umfangreichen naturschutzrechtlichen Ausgleichsbestimmungen. Deutlich höhere Kosten und ein enormer Bürokratieaufwand sind die Folgen für die Gartenbaubetriebe. „Viele Bestimmungen im Bau- oder Naturschutzrecht behindern dringend notwendige Investitionen für moderne Gewächshausanlagen im Gartenbau“, verdeutlicht Jürgen Mertz.

Neben einer unbefriedigenden Regelung zum Einsatz von mittel- und osteuropäischen Saisonarbeitskräften sowie einer unerträglichen Situation im Energiesektor leiden die hessischen Gartenbaubetriebe auch unter der Regulierungswut in Brüssel. So fordern deutsche Gärtner bereits seit Jahren, die unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln innerhalb der Europäischen Union zu harmonisieren. Im Gegensatz zu anderen EU-Mitgliedstaaten gelten in Deutschland strenge Bestimmungen für Pflanzenschutzmittel – vor allem, was die gesetzlichen Rückstandshöchstmengen anbetrifft. Das führt einerseits aufgrund zahlreicher Aufzeichnungs- und Verwahrungspflichten zu einem erhöhten Bürokratieaufwand bei den Gartenbaubetrieben, andererseits kann das Gemüse nicht unter den gleichen Bedingungen produziert werden, wie in Ländern, in denen lockere Bestimmungen gelten. „Man kann kaum von Verbraucherschutz sprechen, wenn immer mehr deutsches Gemüse vom Markt gedrängt wird, weil die Gemüsebauer die strengen Pflanzenschutzbestimmungen nur mit erheblichem Aufwand erfüllen können“, so Jürgen Mertz. Er fordert daher die Bundesregierung auf, sich stärker hinter die deutschen Gärtner zu stellen und sich für eine EU-weite Harmonisierung der Pflanzenschutzbestimmungen einzusetzen.“

24.01.2007 - Saisonarbeitskräfteregelung hat sich nicht bewährt

Der Hessische Gärtnereiverband e.V. kritisiert erneut die in 2006 in Kraft getretene Eckpunkteregelung für die Zulassung mittel- und osteuropäischer Saisonarbeitskräfte. „Das Ziel der Bundesregierung, mehr Arbeitslose aus Deutschland in Saisonarbeitstätigkeiten des Gartenbaus und der Landwirtschaft zu vermitteln, wurde im vergangenen Jahr deutlich verfehlt“, betont der Präsident des Hessischen Gärtnereiverbandes, Jürgen Mertz. Die Befürchtungen der Branche, dass in vielen Arbeitsagenturbezirken nicht ausreichend Kräfte vom heimischen Markt zu Verfügung stehen und damit die Arbeitsspitzen nicht bewältigt werden können, haben sich im abgelaufenen Jahr laut Jürgen Mertz bewahrheitet. Zum Hessischen Gartenbautag in Friedberg fordert der Hessische Gärtnereiverband daher die Politiker auf, die Eckpunkteregelung für den Einsatz von mittel- und osteuropäischen Saisonarbeitskräften zu überdenken.

Die Regelung sieht vor, dass Gartenbaubetrieben 80 Prozent der mittel- und osteuropäischen Saisonarbeitskräfte auf der Basis des Jahres 2005 garantiert werden. Weitere zehn Prozent werden vermittelt, wenn vom heimischen Arbeitsmarkt keine Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Hat ein Betrieb im Jahr 2005 100 Saisonarbeiter aus Osteuropa beschäftigt, so darf er seit 2006 nur noch 80 bzw. 90 Kräfte einsetzen. Die verbleibende Lücke muss mit Kräften vom heimischen Arbeitsmarkt geschlossen werden. Eine bundesweite Umfrage der Branchenverbände hat allerdings ergeben, dass lediglich 30 Prozent der angeforderten heimischen Erntehelfer tatsächlich die Arbeit auf den Feldern angetreten hat. „Von diesen haben der Umfrage nach nur knapp ein Viertel eine ganze Saison gearbeitet“, sagt Jürgen Mertz. Die Folge: Obst- und Gemüsebauer konnten ihre Ernte im vergangenen Jahr nur unter sehr großen Schwierigkeiten einfahren oder mussten das Obst und Gemüse teilweise auf dem Feld verrotten lassen, weil sie nicht nachkamen. „Das kann nicht im Sinne der Bundesregierung sein“, so Mertz. Auch für das Jahr 2007 sieht er enorme Schwierigkeiten auf die Gartenbaubetriebe zukommen, wenn sich an der bestehenden Regelung nichts ändert.

Betroffen im Gartenbau sind vor allem die Gemüsebauer aus Südhessen, die zu Arbeitsspitzen mehrere tausende Erntehelfer benötigen und dafür bis vor zwei Jahren Arbeitskräfte aus Mittel- oder Osteuropa einstellten, weil auf dem heimischen Arbeitsmarkt für diese Tätigkeiten erfahrungsgemäß kaum Kräfte zur Verfügung stehen.

04.10.2006 - Fachgruppe Kasseler Friedhofsgärtner: Willkürliche Gebührenerhebung durch Friedhofsverwaltung bedeutet sinnlose Mehrkosten für zahlreiche Bürger

KASSEL. Die privaten Friedhofsgärtnereien, die auf den Kasseler Friedhöfen tätig sind, sehen aufgrund einer in der Friedhofssatzung festgelegten Gebührenerhebung durch den Gesamtverband der Evangelischen Kirchengemeinden Kassel e.V. als Friedhofsträger deutliche Mehrkosten auf zahlreiche Bürger zukommen und die eigene Existenz massiv bedroht. Nach Schätzung der Fachgruppe Kasseler Friedhofsgärtner können rund 30.000 Grabnutzungsberechtigte von den überflüssigen und überhöhten Gebühren betroffen sein.

Die Gebührenerhebung betrifft die Pflege der Rasenfläche, die unmittelbar die Grabstätte umgibt. Bis zum 31.12.2005 konnte jeder Grabnutzungsberechtigte frei bestimmen, ob er die obligatorische Rasenpflege von der Friedhofsverwaltung oder einer privaten Gärtnerei durchführen lassen wollte. Nach der neuen Friedhofssatzung, die seit 1. Januar 2006 gilt, darf die Rasenpflege ausschließlich von der Friedhofsverwaltung ausgeführt werden. Dafür werden bei Grabstätten mit Gestaltungsrichtlinien Gebühren in Höhe von 27,50 Euro für ein Einzelgrab und 47,50 Euro für ein Doppelgrab fällig, die jeder Grabnutzungsberechtigte zahlen muss – ob er will oder nicht. Die privaten Friedhofsgärtner halten die festgesetzte Gebühr für überzogen und unbegründet. Die marktüblichen Preise für diese Leistungen liegen nach ihren Kalkulationen bei etwa 22,-- Euro für das Einzel- und bei 28,00 Euro für das Doppelgrab inklusive Mehrwertsteuer. Ein deutlicher Preisunterschied, der klar zu Lasten der Gebührenzahler geht.

Ebenso unverständlich: Wie bei den Grabstätten mit Gestaltungsrichtlinien übernimmt bei den Grabstätten ohne Gestaltungsrichtlinien automatisch die KF Krematorium und Friedhofsgärtnerei GmbH den Rasenschnitt. Allerdings werden bei diesen Grabstätten keine Gebühren erhoben, sondern die Leistung wird dem Grabnutzungsberechtigten in Rechnung gestellt. Die Kosten für ein Doppelgrab belaufen sich dann auf 40,95 Euro zuzüglich bzw. 47,50 Euro inklusive 16 Prozent Mehrwertsteuer. Das ist exakt der Betrag, der auch vor der Gebühreneinführung von der Friedhofsverwaltung erhoben wurde. Das bedeutet, dass Bürger zum einen zwei unterschiedliche Preise für eine und dieselbe Leistung zahlen müssen und zum anderen, dass die Friedhofsverwaltung aufgrund der Gebührenfestsetzung Mehreinnahmen erzielt, da bei Gebührenbescheiden keine Mehrwertsteuer an das Finanzamt abgeführt werden muss.

Direkt betroffen von der willkürlichen Gebührenerhebung sind vor allem die privaten Friedhofsgärtnereien in Kassel. Sie haben seit dem 1.Januar 2006 insgesamt rund 3.000 Aufträge über Rasenschnittarbeiten auf dem Friedhof verloren. Die Fachgruppe Kasseler Friedhofsgärtner fordert daher den Gesamtverband der Evangelischen Kirchengemeinden Kassel auf, die Friedhofssatzung zu ändern und einen freien Wettbewerb auf den Kasseler Friedhöfen zuzulassen. Zudem haben bereits zwei Kasseler Bürger einen Antrag auf Überprüfung der Friedhofsgebührenordnung beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel gestellt. Eine Entscheidung steht derzeit noch aus.

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(Irr-)Wege der Trauer: Friedhofsgärtner zeigen in Bad Wildungen Entwicklungen in der Trauerkultur auf
06.09.2006 - (Irr-)Wege der Trauer: Friedhofsgärtner zeigen in Bad Wildungen Entwicklungen in der Trauerkultur auf

(HGV) – Der Wandel in unserer traditionellen Trauer- und Friedhofskultur ist nicht zu übersehen: Bestattungswälder, anonyme Beisetzungen oder billige Feuerbestattungen im Ausland – das Angebot an alternativen Bestattungsformen ist in der Vergangenheit stark gewachsen und die „Geiz-ist-Geil-Welle“ macht auch vor den Toren der Friedhöfe nicht Halt. Bei der bundesweit einzigartigen Hallenschau „(Irr-)Wege der Trauer“, die vom 9. bis 22. September auf der Landesgartenschau in Bad Wildungen zu besuchen ist, zeigen die hessischen Friedhofsgärtner die unterschiedlichen Bestattungsformen auf und wollen dabei auch deren Auswirkungen auf den Umgang mit dem Tod sowie auf die Trauer und Erinnerung zur Diskussion stellen.

„Viele Bestattungsformen sind auf den ersten Blick verlockend und beeinflussen die Entscheidungen der Menschen, die aufgrund ihrer Trauer über den Verlust eines Angehörigen emotional belastet sind“, so Gartenbauingenieur Lüder Nobbmann aus Hüttenberg, der die Idee für diese Hallenschau hatte und sie im Auftrag der Fachgruppe Friedhofsgärtner im Hessischen Gärtnereiverband e.V. umsetzte. Angefangen mit einem Streifzug durch die Geschichte werden Grabstätten aus dem 16. Jahrhundert sowie aus den vergangenen 70 Jahren gezeigt, die jeweils nach den damals gültigen Richtlinien der gärtnerischen Grabgestaltung des Bundes deutscher Friedhofsgärtner erarbeitet wurden. Im Anschluss werden die Besucher über die Symbolsprache von Pflanzen aufgeklärt und erfahren dabei, wie mit dieser Symbolik die Erinnerung an den Verstorbenen bewahrt werden kann. „Der Buchsbaum steht beispielsweise für das ewige Leben und die Lilie ist ein Zeichen für Reinheit und Unschuld. Diese Symbolpflanzen können bei der Grabgestaltung ganz individuell eingesetzt werden, um an das Leben eines geliebten Menschen zu erinnern“, erklärt Lüder Nobbmann. Unter dem Titel „Anonym heißt namenlos“ stellen die hessischen Friedhofsgärtner anonyme Bestattungsformen sowie Bestattungswälder kontrovers zur Diskussion. „Der Besucher soll sich seine eigene Meinung darüber bilden, welche Bestattungsform eher ein würdevoller Ort für seine Erinnerung an den Verstorbenen ist“, so Nobbmann. Mit zahlreichen bepflanzten Grabstätten weisen die Friedhofsgärtner auf die Bedeutung grüner, blühender Friedhöfe sowie individueller Grabstätten hin. Vorgestellt werden auch neue Bestattungsformen auf Friedhöfen, die den verschiedenen Ansprüchen und Bedürfnissen gerecht werden. Zum Schluss des Rundgangs wagen die Veranstalter einen Blick in die Zukunft. „Spannend ist natürlich die Frage, was uns künftig noch erwartet. Die Urne auf dem Wohnzimmerschrank, die Asche im eigenen Garten verstreuen oder gar der zielgenaue Schuss zum gekauften Stern am Abendhimmel?“. Möglich sei alles, so Nobbmann nachdenklich. Er erhoffe sich viele Gespräche mit den Gartenschaubesuchern während der Ausstellung und freue sich auf Anregungen und Kritik.

Die Hallenschau „(Irr-)Wege der Trauer“ läuft vom 9. bis 22. September 2006 in der Wandelhalle im Kurpark Bad Wildungen und ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.landesgartenschau-bad-wildungen.de oder unter der kostenlosen Servicenummer der hessischen Friedhofsgärtner 0800/15 16 17 0.

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26.07.2006 - Angehende Friedhofsgärtner beweisen ihr Können

Erstmals absolvieren Auszubildende aus Thüringen und Hessen gemeinsam ihre Abschlussprüfung

Das Ende ihrer Ausbildung ist greifbar nahe: Am 26.Juli absolvieren thüringische und hessische Auszubildende der Fachsparte Friedhofsgärtner gemeinsam den praktischen Teil ihrer Abschlussprüfung. Auf dem Gelände der Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau (LVG) in Erfurt haben die Prüflinge die Aufgabe, ein einstelliges Wahlgrab nach den Richtlinien des Bundes Deutscher Friedhofsgärtner zu gestalten und zu bepflanzen. Bei der individuellen Grabgestaltung muss vor allem auf die Gliederung der Fläche sowie auf Größe, Form und Farbwirkung des Grabmales geachtet werden. Die Auswahl der Pflanzen und die Abstimmung der Farben sind auf Standort, Strukturform und Wüchsigkeit abzustimmen und von den Absolventen einfühlsam in Einklang zu bringen. Die Prüfungskommission aus Vertretern des Berufsstandes sowie der für die Ausbildung zuständigen staatlichen Stelle bewertet auch die fachgerechte Ausführung, den vertretbaren Pflegeaufwand und ob örtliche Traditionen sowie kulturelle Hintergründe berücksichtigt wurden.
Zur Abschlussprüfung der jungen Gärtnerinnen und Gärtner zählen neben dem praktischen Teil auch eine mündliche und eine schriftliche Leistungsabfrage. Schwerpunkte der Ausbildung zum Friedhofsgärtner sind unter anderem Ökologie, Natur- und Umweltschutz, Bestimmen und Beschreiben von Pflanzenarten, fachgerechter Umgang mit der Pflanze, Bearbeiten und Pflege von Böden sowie das Aufteilen, Vermessen und Anlegen von Grabanlagen. Bis Anfang August müssen die jungen Nachwuchsgärtner noch zittern. Erst dann bekommen sie die Ergebnisse ihrer Prüfung mitgeteilt.
Der praktische Teil der friedhofsgärtnerischen Abschlussprüfung wird in diesem Jahr erstmals vom Landesverband Gartenbau Thüringen und dem Hessischen Gärtnereiverband durchgeführt. Damit werden der Stand der friedhofsgärtnerischen Ausbildung, deren Qualität und die Leistungsfähigkeit demonstriert und die jungen Friedhofsgärtner werben ganz nebenbei mit ihrer Anlage für den gesamten Berufsstand.
Die Fachsparte Friedhofsgärtner ist nur eine der insgesamt sieben Fachrichtungen im gärtnerischen Berufsfeld. Eine Ausbildung zum Gärtner dauert in anerkannten Ausbildungsbetrieben drei Jahre. In der hessischen Agrarwirtschaft nehmen die Gärtner mit der Anzahl ihrer Auszubildenden n die Spitzenposition ein: Mehr als die Hälfte aller Auszubildenden im Agrarsektor haben sich für eine Fachrichtung des Gartenbaus entschieden.

Weitere Informationen zum Thema Ausbildung erhalten Sie im Internet unter www.beruf-gaertner.de.

10.07.2006 - Jetzt wird´s typisch hessisch!

(HGV). „Typisch Hessen“ lautet der Titel der achten Sonderhallenschau auf der Landesgartenschau in Bad Wildungen, bei der heimische Gartenbaubetriebe die Wandelhalle im Kurpark vom 11. bis 28. Juli in ein rot-weißes Blütenmeer verwandeln und dabei einen Streifzug durch hessische Traditionen und Bräuche zeigen.

An dieser Hallenschau beteiligen sich vor allem Gärtnereien aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Kassel, Schwalm-Eder und Marburg-Biedenkopf, die unterschiedliche Besonderheiten aus den einzelnen Regionen mit blütenreichen Pflanzen verknüpfen. So stellt der Kreisverband Gartenbau Kassel die Gemeinde Waldau und ihre traditionelle Eulenkirmes vor, der Kreisverband Gartenbau Schwalm-Eder geht auf die Bergbautradition rund um Borken ein und der Kreisverband Marburg-Biedenkopf präsentiert anlässlich des Elisabethjahres ein Modell der Marburger Elisabethkirche und des Kirchhainer Rathauses. Der Kreisverband Waldeck-Frankenberg zeigt in Zusammenarbeit mit der Hessischen Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege (HVT) verschiedene Originaltrachten aus der Region. Die HVT bietet zudem während der gesamten Hallenschau ein durchgängiges Tanzprogramm mit zahlreichen Aufführungen von unterschiedlichen Tanzgruppen dar.

Alle Pflanzen, die die Ausstellungsfläche in der Wandelhalle in den Hessenfarben rot und weiß erblühen lassen und für einen einheitlichen Gesamteindruck sorgen, wurden von den beteiligten Gartenbaubetrieben selbst produziert und vor wenigen Tagen frisch nach Bad Wildungen geliefert. Darauf ist Kreisgärtnermeister Wolfgang Glöde aus Gemünden, der die Hallenschau im Auftrag des Hessischen Gärtnereiverbandes gestaltet hat, besonders stolz: „Bei den Hallenschauen können wir die Leistungsfähigkeit unserer heimischen Fachbetriebe sowie die Qualität unserer Produkte den Gartenschaubesuchern demonstrieren.“

Die beteiligten Gärtnereien präsentieren „Typisch Hessen“ vom 11. bis 28. Juli 2006 in der Wandelhalle des Kurparks in Bad Wildungen. Das Gelände der Landesgartenschau ist täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.landesgartenschau-bad-wildungen.de.

01.07.2006 - Landesgartenschau ganz im Zeichen der Rose

BAD WILDUNGEN. Weiß, gelb, rot, pink oder orange – ihre Farbvielfalt ist schier unermesslich. Sie gilt als die Königin der Pflanzen und ist unumstritten die beliebteste Gartenpflanze. Die Rede ist von der Rose, die einen Garten in ein kleines Königreich verwandeln kann – wenn sie die passenden Begleiter für ihren „Hofstaat“ gefunden hat. Denn: Die dornige Schönheit duldet nicht unbedingt jede pflanze in ihrer Nähe.

„Rosen in charmanter Begleitung“ lautet der Titel der siebten Sonder-Hallenschau auf der Landesgartenschau in Bad Wildungen, bei der hessische Gartenbaubetriebe vom 1. bis 10. Juli das umfangreiche Spektrum der Rose in der Wandelhalle des Kurparks präsentieren. Ganz gleich ob Beet-, Strauch-, Edel-, Kletter-, oder Duftrosen – über 500 Pflanzen verwandeln die Ausstellungsfläche in ein farbenfrohes Blütenmeer und laden die Besucher zum Staunen ein. Anhand von beispielhaften Pflanzarrangements wird gleichzeitig eine umfangreiche Auswahl an Stauden, Gehölzen und Gräsern gezeigt, die als die idealen Partner der Rose gelten. „Zu den klassischen Rosenbegleitern zählen beispielsweise Clematis, Lavendel, Frauenmantel oder Storchenschnabel, die jedes Rosenbeet zum romantischen Gartenhöhepunkt machen“, sagt Wolfgang Glöde, der im Auftrag des Hessischen Gärtnereiverbandes für die Gestaltung der Rosenschau verantwortlich ist.

Der besondere Hingucker der Hallenschau ist eine rund 5m² große Rosenwand, die mit über 1.000 Rosenblüten die Gartenschaubesucher in der Wandelhalle begrüßt. Die Pflanzen, die die Ausstellungsfläche in der Wandelhalle in ein Rosenmeer verwandeln, wurden überwiegend von heimischen Gartenbaubetrieben angebaut und vor wenigen Tagen frisch nach Bad Wildungen geliefert. Darüber freut sich Wolfgang Glöde besonders: „Bei der Rosenschau präsentieren wir die Leistungsfähigkeit unserer regionalen Fachbetriebe sowie die Qualität unserer Produkte.“

Die hessischen Gartenbaubetriebe präsentieren „Rosen in charmanter Begleitung“ vom 1. bis 10. Juli 2006 in der Wandelhalle des Kurparks in Bad Wildungen. Das Gelände der Landesgartenschau ist täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.landesgartenschau-bad-wildungen.de.

Tausende Blüten, Blumen und Pflanzen im Frei-lichtmuseum Hessenpark
13.04.2006 - Tausende Blüten, Blumen und Pflanzen im Frei-lichtmuseum Hessenpark

Gartenfreunde, Pflanzenliebhaber und Hobbygärtner sollten sich das erste Wochenende im Mai in ihrem Kalender rot anstreichen: Am 6. und 7. Mai 2006 veranstaltet der Hessische Gärtnereiverband e.V. in Kooperation mit dem Hessenpark erstmals einen Pflanzenmarkt im Freilichtmuseum Hessenpark bei Neu-Anspach. Über 120 Aussteller aus ganz Deutschland und Europa werden erwartet. Das historische Ambiente des Veranstaltungsortes, das zauberhafte Flair tausender Blüten, Blumen, Pflanzen und Accessoires sowie das gärtnerische und botanische Fachwissen der internationalen Pflanzenspezialisten machen den ersten Pflanzenmarkt im Hessenpark zu einer einzigartigen Informations- und Verkaufsausstellung in der Region und im Rhein-Main-Gebiet. Mit der großen Anzahl an Pflanzenausstellern zählt die Veranstaltung bereits im ersten Jahr zu den größten Pflanzenmärkten in Deutschland.

Vor der malerischen Kulisse zahlreicher historischer Fachwerkhäuser können die Besucher Pflanzen in allen Sorten, Formen und Farben entdecken. Die Angebotspalette reicht von Raritäten und Besonderheiten aus der ganzen Welt über Kräuter, Stauden und Gehölze bis hin zu südländischen Kübelpflanzen sowie regionalen Beet- und Balkonpflanzen. Die über 120 ausstellenden Pflanzen-Profis bieten ein farbenfrohes sowie botanisch hochwertiges und exklusives Sortiment, zeigen zudem die neusten Trends für das anstehende Gartenjahr, geben nützliche Tipps rund um die Pflanze und haben pfiffige Ideen für Beete, Terrassen und Balkone.

Wer nicht nur auf der Suche nach Pflanzen ist, sondern seinen Garten oder Balkon dekorieren möchte, der kann bei diesem Pflanzenmarkt aus dem Vollen schöpfen: Allerlei gärtnerischer Zierrat, charmante Accessoires, attraktive Dekorationsideen für Drinnen und Draußen sowie Gartenmöbel und traditionelle Landhausmode laden zum Bummeln, Stöbern, Entdecken und Kaufen ein. Damit sich die Besucher ungestört der Gartenlust widmen können und nicht schwer bepackt herumlaufen müssen, bringt ein Pflanzentaxi die gekauften Pflanzen zu einer Sammelstelle, wo sie anschließend bequem mit dem Pkw abgeholt werden können.


Ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit botanischen Fachvorträgen wie beispielsweise zum Thema Pflanzen und Erotik, Workshops, Kräuterführungen über das Gelände des Freilichtmuseums und ein kurzweiliges Kinderprogramm runden den ersten Pflanzenmarkt im Hessenpark ab und machen die Veranstaltung zu einem Ausflugsziel für die ganze Familie. Zudem bietet die Hessenpark-Gastronomie ein speziell auf den Pflanzenmarkt abgestimmtes kulinarisches Angebot.

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27.03.2006 - Friedhofsgärtner setzen auf Orange, Rot und Violett

(HGV). Der Winter hat sich in den vergangenen Tagen zwar noch ein letztes Mal aufgebäumt. Doch das Frühlingserwachen ist überall deutlich spürbar. Vor allem die Friedhofsgärtner stehen in den Startlöchern und warten darauf, die Grabstätten auf den Friedhöfen aus dem Winterschlaf zu erwecken und mit bunten Frühlingsblumen zu schmücken. Über mangelnde Aufträge können sie sich derzeit nicht beklagen, die Auftragsbücher sind gut gefüllt. „Trotz des anhaltenden Trends der alternativen Bestattungsformen, verlassen sich immer mehr Menschen bei der Pflege einer Grabstätte auf die Unterstützung von Friedhofsgärtnern“, sagt der Vorsitzende der Fachgruppe Friedhofsgärtner im Hessischen Gärtnereiverband, Karl Wolf.

Bevor die Friedhofsgärtner allerdings mit der Frühjahrsbepflanzung der Grabstätten beginnen, ist ein ausgiebiger Frühjahrsputz notwendig. Winterschäden beseitigen lautet die Devise. Das weiß auch Friedhofsgärtner Berthold Klumpen aus Frankfurt: „Das Herbstlaub und die Winterabdeckung müssen entfernt werden, der verkrustete Boden wird aufgelockert und eventuelle Senkschäden werden behoben.“ Zudem reinigt er den Grabstein und überprüft dessen Standfestigkeit. Sollte der Stein locker sitzen, wird der Kunde darüber informiert. Jetzt werden auch die Grabstätten neu angelegt und gepflanzt, die im Winter nur provisorisch hergerichtet werden konnten.

Pflanzlich beginnt der Frühling mit einem bunten Reigen von kräftig blühenden Zwiebelblumen. Krokusse, Narzissen, Tulpen und Hyazinthen warten nur darauf, auf den Gräbern mit der wärmenden Sonne um die Wette zu leuchten. Vor allem Primeln gelten als die Frühlingsboten schlechthin und sind aufgrund ihrer Farbvielfalt unproblematische Dauerblüher. Zu den altbewährten, fleißig blühenden Frühlingsbegleitern auf dem Friedhof zählen auch Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Tausendschönchen und Ranunkeln. Die Fülle der Frühlingsblüher bietet zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten. Und genau das wünschen sich die Kunden. „Der Verbraucher ist immer auf der Suche nach neuen Themen, Trends und Farben“, sagt Friedhofsgärtner Klumpen. Zu den angesagten Farben des Jahres zählen warme Farbtöne von Orange über Rot bis Violett. „Orangefarbene Stiefmütterchen leuchten in Kombination mit blau blühenden Vergissmeinnicht intensiv und setzen farbige Akzente auf dem Grab.“

Ein weiterer Trend ist die individuelle Grabgestaltung. „Immer mehr Menschen lassen die Grabbepflanzung auf den Lebenslauf, bestimmte Eigenschaften oder Vorlieben des Verstorbenen abstimmen“, erklärt der Vorsitzende der hessischen Friedhofsgärtner. Dabei kommen insbesondere Pflanzen mit Symbolkraft zum Einsatz. So zum Beispiel die Rose, die das Zeichen der Liebe ist oder der Buchsbaum, der für ewiges Leben steht. „Aber auch Formen und Farben sprechen eine bestimmte Symbolsprache, die bei der individuellen Grabgestaltung eine Rolle spielt“, sagt Karl Wolf. Demnach symbolisiert die Trendfarbe Orange Ehrgeiz, Lebensfreude und Optimismus. Und genau davon brauchen Friedhofsgärtner im Hinblick auf das Wetter derzeit reichlich.

Informationen zur Grabbepflanzung und Grabpflege erhalten Sie bei den hessischen Friedhofsgärtnern sowie bei der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH im Internet unter www.grabpflege-hessen-thueringen.de oder unter der kostenlosen Service-Nummer 0800/15 16 17 0

24.01.2006 - Gärtner suchen alternative Brennstoffe

(HGV). Angesichts des dramatischen Anstiegs der Energiepreise befürchten viele hessische Gartenbaubetriebe in Not zu geraten. Zum Hessischen Gartenbautag in Friedberg betont der Präsident des Hessischen Gärtnereiverbandes, Jürgen Mertz, dass der energieintensive Unterglasanbau überproportional stark von den Preissteigerungen betroffen sei. „Der Preis für Rohöl ist gegenüber August 2004 um 70 Prozent gestiegen. Viele Betriebe haben in diesem Winter enorme Schwierigkeiten, ihre Gewächshäuser zu beheizen“, so Mertz wörtlich. Gegenüber Kollegen aus den Nachbarländern seien mittlerweile deutliche Wettbewerbsnachteile entstanden. „Die Energiekosten in den Niederlanden liegen etwa um 30 Prozent unter denen der deutschen Gärtner. Die hessischen Gartenbauunternehmer fordern deshalb die Politik auf, entsprechende Investitionsförderprogramme schnellstmöglich zu erweitern. Dies gilt insbesondere für die Förderung baulicher Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs sowie für Maßnahmen zur Förderung alternativer Energieträger wie beispielsweise Bioöle, Biogas oder energiereiches Getreide. „Die Verbrennung von Getreide könnte für den Gartenbau eine echte Alternative für teures Heizöl sein“, sagt Jürgen Mertz und begrüßt die Initiative der hessischen Bauern, die die thermische Verwertung von Getreide forcieren wollen. Weil es für ein Drittel der hessischen Getreideernte keine Abnehmer gäbe, könnten nach Aussagen des hessischen Bauernverbandes rund 700.000 Tonnen jährlich als Energieträger verwendet werden. „Und das zu durchaus akzeptablen Preisen“, betont der Präsident des Gärtnereiverbandes. Denn der hessische Bauernverband geht derzeit davon aus, dass für etwa 20 Cent ein Liter Heizöl ersetzt werden könnte. Dafür wären 2,5 Kilogramm Getreide erforderlich. Voraussetzung dafür ist allerdings eine Änderung der Bundesimmissionsschutzverordnung, die bisher die Verbrennung von Getreide nicht erlaubt. Aber nicht nur gesetzliche Vorgaben müssten aus dem Weg geräumt werden. „Angesichts der Hungersnöte in zahlreichen Ländern lässt die Verbrennung von Getreide natürlich auch ethische Bedenken aufkommen“, weiß Jürgen Mertz. Während der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) die Verbrennung von Getreide als „Entwertung von Lebensmitteln, wie sie nur in einer Überflussgesellschaft erfolgen kann“, sieht, hält die evangelische Landeskirche Westfalen dagegen die Nutzung von Getreide als Brennstoff „unter den gegenwärtigen Marktbedingungen für sinnvoll.“ Jürgen Mertz sieht in der Verbrennung vor von energiereichem Getreide vor allem eine spürbare Entlastung für die Gartenbaubetriebe, die über große Gewächshausflächen verfügen und fordert deshalb sowohl die Bundesregierung als auch das Land Hessen auf, die Verwertung von Getreide als alternativen Brennstoff stärker voranzutreiben.

24.01.2006 - Saisonarbeitskräfteregelung macht Gärtnern zu schaffen

(HGV). Der Hessische Gärtnereiverband e.V. (HGV) kritisiert die neue Eckpunkteregelung der Bundesregierung für die Zulassung mittel- und osteuropäischer Saisonarbeitskräfte. Mit dieser Regelung sollen mehr Arbeitslose aus Deutschland in Saisonarbeitstätigkeiten des Gartenbaus und der Landwirtschaft vermittelt werden. Die hessischen Gärtner befürworten dieses Ziel und verweisen darauf, dass in den Gartenbaubetrieben dieses Ansinnen immer schon im Rahmen der Möglichkeiten unterstützt wurde. Allerdings ist zu befürchten, dass in vielen Arbeitsagenturbezirken nicht ausreichend Kräfte vom heimischen Markt zur Verfügung stehen werden und damit die Arbeitsspitzen nicht bewältigt werden können.

Die neue Regelung sieht vor, dass Gartenbaubetrieben 80 Prozent der mittel- und osteuropäischen Saisonarbeitskräfte auf der Basis des Jahres 2005 garantiert werden. Weitere zehn Prozent werden vermittelt, wenn vom heimischen Arbeitsmarkt keine Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Somit stehen jedem Arbeitgeber maximal 90 Prozent der Gesamtzahl an mittel- und osteuropäischen Arbeitskräften aus dem Jahr 2005 zur Verfügung. Mit der verbleibenden Lücke gegenüber dem Vorjahr will die Bundesregierung den Druck auf die Arbeitgeber stark erhöhen, Arbeitslose vom heimischen Arbeitsmarkt zu beschäftigen. Der Präsident des Hessischen Gärtnereiverbandes, Jürgen Mertz, kritisiert vor allem, dass laut dieser neuen Regelung selbst dann keine
weiteren Saisonarbeitskräften aus Mittel- und Osteuropa eingestellt werden können, wenn nachweislich keine Arbeitskräfte vom heimischen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. „Diese absolute Deckelung ist kontraproduktiv, da negative Folgen auf die Entwicklung von unseren Betrieben zu erwarten sind“, so Mertz wörtlich.

Betroffen im Gartenbau sind vor allem die Gemüseanbauer aus Südhessen, die zu Arbeitsspitzen wie beispielsweise der Spargelernte, jährlich mehrere tausend mittel- und osteuropäische Saisonarbeitskräfte einstellen, weil auf dem heimischen Arbeitsmarkt für diese Tätigkeiten erfahrungsgemäß nicht genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Für diese Betriebe fordert HGV-Präsident Mertz eine Anpassung der Eckpunkteregelung und hofft auf eine einfache und unbürokratische Abwicklung der Vermittlungstätigkeit: „Bei begründeten Härtefällen sollte den Arbeitsagenturen die Möglichkeit gegeben werden, Saisonarbeitskräfte aus Mittel- und Osteuropa auch dann zu vermitteln, wenn die Vermittlungsbemühungen von heimischen Arbeitskräften gescheitert sind.“